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drikkes

Femme Journal

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Edition F hat der Launch der Konkurrenz vom F Mag scheinbar keine großen Probleme gemacht. Zumindest haben sie einfach weiter ihr Ding durchgezogen, während Gruner und Jahr sein ehemals eigenständiges MeToo-Produkt mittlerweile als freche Rubrik der Brigitte eingemeindet hat.

Die Imitationsbestrebungen sind damit aber noch nicht beendet. So versucht man jetzt, der Female Future Force des (naja) Originals ebenfalls mit einer Eventisierung hinterherzukommen. Was die in Berlin machen, können wir in Hamburg auch.

Der Job/Business-Sektor allein reicht aber nicht. Mit einer "Shopping Card" auf einzelnen Ausgaben will man auch in puncto Konsum mitspielen. Klingt irgendwie bekannt? Die Glamour aus dem Hause Condé Nast ist da inzwischen schon weiter.

Es ist sicher nicht verkehrt, in Zeiten sinkender Auflagenzahlen auf Kompensationsmöglichkeiten in Ergänzung zu Print zu setzen. Ob solche Brigitte-Projekte allerdings die Zukunft des Qualitätsjournalismus darstellen? Mein Lieblingszitat aus oben verlinktem Horizont-Artikel:

Und im Digitalen vermarktet man nun das Bewegtbildformat Facebook Live einmal im Monat mit – gekennzeichnetem – Product Placement im Rahmen crossmedialer Pakete. Hier fungieren zwei junge Redakteurinnen als mittlerweile reichenweitenstarke Inhouse-Influencer.

Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: "junge Redakteurinnen" fungieren als "Inhouse-Influencer". Für mich eine pulitzerpreisverdächtige Formulierung.