etwas mehr als Links
Es ist meistens gut, wenn Leute ihr Denken und ihre Forderungen der Realität anpassen, so auch in diesem Fall. Elke Heidenreich hat das Zuknallen des Buches scheinbar immer noch nicht vernommen. Zum Ausgleich sieht das Wall Street Journal das eBook wohl etwas zu euphorisch.
rebelart.net/ macht auf neue Arbeiten von Silke Krah aufmerksam; die Sachen sind wirklich einen Blickwurf wert. Und wo wir schon einmal beim Thema sind: de-bug.de/ hat schon vor Ewigkeiten auf eine seltsame Seite hingewiesen, ich wußte aber bis heute nicht, wie ich den Hinweis unterbringen sollte. Jetzt ist er eben in dieser Linkliste gelandet.
Hier habe ich als HTML-Analphabet die zwei Kniffe unten gelernt: The microblogging site Twitter has recently struggled with downtimes. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club is one of my favorite albums. Da stehen noch mehr Tipps, aber mit denen kann ich nun wirklich nichts anfangen. Anderes Thema:
[Nachtrag // Das entsprechende YouTube-Nutzerkonto ist gelöscht worden.]
Der in Australien laufende Spot für VISA (via gizmodo.com/) ist jetzt - so wie sich die gutealte Kredikarte wegen einer kleinen Neuerung an die Kommunikationsrevolution der letzten Jahre dranhängt, nicht der große Wurf, aber trotzdem irgendwie sympathisch gemacht.
Bei xfuckerx.de/ gerade auf diese Werbung für Bohrmaschinen aufmerksam geworden. Witze mit Schlagkraft, Auf-Wand etc. verkneifzange ich mir aber jetzt mal, ich Kalauerkapitän.
Und weil heute neben ein paar anderen auch Girls Day ist, hier noch der Hinweis auf einen Artikel über die kurvenreiche weibliche Bloglandschaft.
statt eines ...
… normalen (?) Posts heute nur ein Hinweis: spreeblick.com/ streikt und jeder Onliner dieses Landes sollte sich an der Aktion beteiligen.
Zum Hintergrund muß man wohl nicht mehr viel sagen. Aber erwähnt sei noch, daß Nils von Blanc, dessen Graphik hier gratis zum Download bereitliegt, seinen Namen ganz unbescheiden und viel zu klein in die Ecke links unten gequetscht hat.
Wie auch immer: So geht’s nicht!
Ich herze Blogs
Auch wenn ich gestern soviel zu tun hatte, daß ich diesen Post nicht vorbereiten, geschweige denn -schreiben konnte und heute natürlich durch das Lesen anderer Blogliebschaften auf viele neue Schätzchen aufmerksam gemacht werde. Wie im letzten Eintrag bereits angekündigt, hier also die Anteilnahme an der vom stylespion.de/ ins digitale Leben gerufenen Aktion
Hier also eine kleine, aber feine Auswahl der von mir regelmäßig angesteuerten Blogs. (Jaja, das geht immer noch nicht automatisch, bin bisher mit keinem RSS-Reader warm geworden.) Gerne würde ich ja eine endlos lange Lobeshymne auf jede/n einzelne/n dieser Insinternetreinschreiber/innen verfassen; allein, mein Büroschreibtisch ist heute nur unwesentlich leerer als gestern, weshalb ich mich mit einer schnöden Auflistung begnügen muß. royalkomm.de/stijlroyal/blogroyal/ blogpuppe.wordpress.com/ phreak20.com/ sounds-like-me.com/ kixka.wordpress.com/ tautoko.info/ happyschnitzel.wordpress.com/ kopfbunt.de/ Die ganz großen, etablierten Deutschblogs liegen natürlich auch oft auf meiner Netzrout(in)e, aber ich als Omegablogger muß bestimmt nicht den Spreeblick verlinken. Stattdessen gestehe ich, daß mich meine alte Schwäche für Frauenzeitschriften auch im www noch verfolgt, wenn auch in abgewandelter Form. Und so schaue ich ab und an ebenfalls hier vorbei. pimpettes.de/ sneakergirls.wordpress.com/ maedchenmannschaft.net/ flannelapparel.blogspot.com/
Neben dem Microblogging bin ich ja ein großer Freund von Tumblr, habe auch selbst einen. Und diesen folge ich besonders gerne: willzone ist meistens zum totlachen, sabino hat fast immer gute Photos, boesch ist trotz “Medien und so” oft sehr interessant. Andere Tolltumblr sind riot36, jenna sowie der auch ganz groß als sillium twitternde sickr. Manche von denen lassen sogar Kommentare zu, das sind dann doch fast “vollwertige” Weblogs.
Letztes Wort für heute: Die @miss_geschiggd könnte auch mal wieder was in ihren Blog reinschreiben.
Melodei
Merkzettel: Dann also mal eine Art Teekesselchen mit Links. Ist jetzt gerade so mehr spontan entstanden, denn mittlerweile speichere ich Interessanteres im Entwurf für den nächsten Blogpost, wenn es verwertbar scheint. Bookmarks und RSS funktionieren bei mir irgendwie nicht.
Der @mspro hat sich schon ein paar Tagen ein paar Gedanken gemacht, die über 140 hinausgehen. Und völlig subjektiv finde ich, dieses Flowchart steht dem trotzdem ziemlich gut zur Seite.
Das Hallenprojekt im Interview. Passt auch ganz gut zu diesem Artikel hier. Die Bilder in diesem Blogpost haben aber wie immer (so gut wie) nichts mit dem Text zu tun. Und außerdem ist der gerade erwähnte Artikel auf faz.net/ Unsinn.
Noch ein Interview, das hat was mit Kunst zu tun und Sehen, also vielleicht passen die Bilder ja doch irgendwie. Beobachten können jedenfalls auch andere: Sportadella ist Mortadella. (Mal gesehen: Das Sprichwort stimmt.)
verticalmeasures.com/ hat ein paar der schrägsten Twitterer… - Ja, ist das noch aufgelistet oder schon vorgestellt? Ich bin nicht dabei. Und muß mir ja nicht selbst auf die Schulter klopfen, weil ich zu den 15,3% der 70.000 deutschen Twitterer gehöre, die mehr als 250 Follower haben. Aber erwähnen darf ich das ja mal.
Okay, die Bilder sind in diesem Eintrag gar keine, sondern so schicke Buchstabenreihen. Die zweite macht allerdings Sinn. Der stylespion.de/ hat eine Aktion mit obigem Namen ins Leben gerufen und da wird gefälligst (also von Gefallen - nicht, weil man damit Herrn Müller einen Gefallen tut, sondern im Sinne von “Gefällt mir!") mitgemacht. Am kommenden Dienstag werden also auch die Angelegenheiten ihre Bloglieblinge vorstellen. (Überlegungen, die Blogroll von der eigenen Seite auf die Home/Sidebar zu holen, drängen sich derweil verstärkt auf.)
Ich hinke mal wieder hinterher, kaum schaffe ich es am heutigen Tage, meiner Twitter-Timeline zu folgen, geschweige denn die unzähligen Tabs abzuarbeiten. Dieser Eintrag hier entsteht aus reiner Verzweiflung, es will heute einfach zuviel reguläre Arbeit werden. Da brauche ich die großen Netzthemen der letzten Tage (#amazonfail, #zensursula, #thepiratebay) nicht auch noch aufzugreifen, sondern verweise zum Abschluß mal wieder auf eine Genderdiskussion sowie das Maggi-Prinzip.
Mit der Tatsache, daß aber wenigstens der Titel des Posts nichts mit seinem Inhalt zu tun hat, schließe ich nun. Und mit diesem gemischten Doppel.
Meine Osterbotschaft
Nur kurz angemerkt: Der Hirte Mixa hat zum Osterfest mal wieder Schwachsinn verlautbart. Abgesehen davon, daß die Behauptung, der Nationalsozialismus sei eine vollkommen atheistische Bewegung gewesen, wenn nicht komplett falsch, so doch zumindest äußerst fraglich ist, besteht keinerlei Kausalzusammenhang zwischen Gottlosigkeit und den grausamen Verbrechen sowohl der Nazis als auch der Kommunisten, weder notwendig noch hinreichend. Und Mixa wäre wahrscheinlich der erste, der sich dagegen verwahren würde, dieselbe Logik im Umkehrschluß auf die katholische Kirche anzuwenden. Wie steht es denn mit den Kreuzzügen und der Inquisition, um nur zwei von unzähligen Beispielen zu nennen? Wäre die katholische Kirche lernfähig, dann sollte sie sich darüber freuen, daß die Jahrhunderte dauernde, unselige Verquickung von Religion und Politik theoretisch vom Tisch ist. Praktisch aber unterstütze ich diesen Verein, aus dem ich schon vor Jahren ausgetreten bin, weiterhin - und zwar gegen meinen Willen - mit meinen Steuergeldern. Statt von sich aus und letztendlich zum eigenen Wohl die laizistischen Regeln anzuerkennen, die sich gesellschaftlich nie ganz durchgesetzt haben, wird in Berlin eine Initiative namens ProReli ins Leben gerufen. Der Kirche als Träger von schulischen und medizinischen Einrichtungen steht dieses vom Staat refinanzierte Wohltätigkeitsmäntelchen meiner Meinung nach schlecht zu Gesicht. Statt dieser verschleierten Geschäftstätigkeiten sollte sich die Kirche auf ihre wirklich caritativen Kernkompetenzen besinnen, auch um die Fehler ihrer Geschichte zu sühnen.
Zuerst habe ich diesen Tweet nicht gefavt, weil mir bei aller Güte das Hashtag #ostern gefehlt hat. Ein Sternchen hat er von mir immer noch nicht bekommen, eben weil Ostern ja nicht jedes Jahr auf den 11. April fällt und sich der Witz ohne die Angabe des Feiertags eben nicht erschließt. Nun ist er mir seit drei Tagen nicht aus dem Kopf gegangen, was wohl für seine dennoch unzweifelhaft vorhandene Qualität spricht. Die Lösung: Statt ihn zu faven, wird der Tweet eben in diesem österlichen Blogeintrag verewigt.
spr. ("Ey, Ed!")
Malte Welding hat ein Interview zum Thema Sprache gegeben, da geht es unter anderem auch um Werbung. Und wo wir gerade dabei sind, diesen Spot finde ich ganz gelungen, wenn er auch kein Hole-in-one ist.
Überleitung eingelocht. Homosexualität ist kein Handicap, wie manche Leute scheinbar immer noch glauben - und erst recht keine Krankheit. Nach einem anderen Artikel auf maedchenmannschaft.net/ habe ich hingegen gedacht, daß darüber doch ein wenig kontroverser diskutiert werden würde, als kleinlich über die richtige Kinderwagenstellung im Bus zu zicken zanken.
Noch ein paar Mal L/links
spiegel.de/ über quasi eingekaufte Blogberichterstattung jetzt auch in der deutschen Politik.
Doch noch etwas Printvernünftiges zum Heidelberger Appell auf zeit.de/.
Das ist zweipunktnull.
Misik über Zorn. Sehr lesenswert!
Heute in der Rubrik “Wir schaufeln uns unser eigenes Grab”: AP.
Aber wir wollen doch eigentlich alle ein Happy end, deshalb zum Schluß noch dieser Tipp.
Manifestationen
Der Herr @jkleske hat mich (als Teil seiner Gefolgschaft) heute Morgen zweimal auf Programmatisches hingewiesen, das in die ungefähr gleiche Richtung geht. Die Verkündigung des Pragmatischen, wenn nicht sogar des Pragmatismus'. Hier wird geradezu ein Paradebeispiel des Getting Things Done vorgeführt. Aber Marschrichtung ist ja nicht so meins - egal wohin.
[caption id=“attachment_1440” align=“alignnone” width=“450” caption=“Joshua Rothaas )for( Bre Pettis”]
[/caption]
Wie swiss-miss.com/ berichtet, fordern die Niederländer von Platform21 ein Umdenken bei den Produktionsmethoden, von der Wegwerfgesellschaft hin zu bleibenden Werten und deren -schätzung. Ein frommer Wunsch, aber irgendjemand muß ihn ja aussprechen. Recht haben sie damit nämlich trotzdem.
Man kann das auch unausgegorener radikaler angehen. Doch was kann ich meckern: Ein paar Links, ein Bildchen, dazu ein paar dürre Sätzchen - fertig ist der Blogpost.
Zum Schluß noch der Hinweis auf die Ergebnisse der ersten Twitterumfrage für den deutschsprachigen Raum. Relativ interessant.
H(irnr)unde, wollt Ihr ewig ...
Ich bin nun wahrlich kein Freund von Mittelalter-LARP, aber was sich die Stadt Dortmund da leistet, das geht doch ein wenig an der Sache vorbei. Um nicht zu sagen: Es ist meilenweit von des Pudels Kern entfernt. Da hat wohl jemand den Schuß nicht gehört.
Jagdinstinkt
Auf meiner Suche nach Realanimationskurzfilmen bin ich auf etwas gestoßen worden. Unbedingt Western Spaghetti, den neuesten Streich der PES-Schmiede angucken. Hunger.
“Happy Birthday, Frank Black et al.” (says Dan Meth and I). Feiner, treffender Text über das Bloggen.
Nachtrag // 06.04.09 Über die Konferenz ist ja (nicht nur von mir) viel ins Netz geschrieben worden. Ein etwas anderes Bild der re:publica ‘09 zeichnet Christiane Link in ihrem Blog.
Ein Ding der Öffentlichkeit
Von Anfang an // Gestern mittag in Berlin angekommen. Und gleich den ersten Trendscheiß mitgemacht: Noch bevor ich im Hotel mein Zimmer bezogen habe, bin ich gleich mal zum Friseur gestiefelt. Okay, eher gesneakert, was aber nichts an der Tatsache ändert, daß man in der Bundeshauptstadt unter “Ohren und Nacken frei” scheinbar ein etwas radikaleres Frisurkonzept als in Köln versteht. Einen Besuch bei alten Freunden inklusive Gassigang im Görlitzer Park später im Salon Schmück aufgeschlagen. Wer sitzt draußen und plant und die Twitterlesung? @mspro und @bosch. Also rein gesetzt und einen Teller Pasta und zwei Flaschen Astra später schon wieder auf den Weg ins St. Oberholz gemacht. pl0gbar, ich komme!
Weiter geht’s // Der dienstägliche Abend am Rosenthaler Platz ist jedenfalls weitaus witziger gewesen als der folgende in der Kalkscheune. Fettes Brot sind als DJs zumindest eher so mittelscheiße. Aber weil der Schnaps im Vergleich zum Bier relativ billig gewesen ist, konnte man die Nichtraucherparty mit dem Charme einer Großraumdisko doch noch aushalten.
Last night a // Am gestrigen Abend dann ein wenig ausgepumpt gewesen, also nach der Twitterlesung nur noch drei Biere unten an der Bar getrunken und vorgenommen, mal früh schlafen zu gehen. Habe aber dann noch durch die de:bug geschmökert und den neuen (letzten?) David Foster Wallace gelesen, so daß ich doch erst um 02:30h das Licht ausgemacht habe. Jetzt also auf zum letzten Tagungstag, bevor es heute Abend wieder zurück nach Köln geht.
Anmerkung // Diese Einlassungen sind nur die abendlichen bis nächtlichen Ergänzungen zu meinen Tagungstagesbeschreibungen hier, hier und hier.
Wozu noch Journalisten?
Das zumindest fragt sich die Akademie für Publizistik und hofft darauf, daß ihr bis morgen jemand darauf eine Antwort steckt. Und zwar mit angestaubten Teilnahmebedingungen von hinterm Mond, wie man wohl nicht weiter erwähnen muß. Wenn laut einer (diesmal gar nicht so ominösen) amerikanischen Umfrage 87% der Journalisten für ihre Artikel auf PR-Texte zurückgreifen, dann ist diese Frage durchaus berechtigt. Allein, das gedruckte und verlegte Wort scheint einfach mehr Gewicht zu haben als von noch einmal irgendwem ins Netz geschriebenes Zeug, wie der Erfolg von The Printed Blog einmal mehr beweist. Objektive Berichterstattung kann es jedenfalls nicht sein, die den Journalisten vom Blogger unterscheidet, wie freitag.de/ klarstellt.
Zum Abschluß was Nettes, ein Mashup-Video mit Szenen aus unser aller Lieblingsteeniefilm Breakfast Club und einem neuen Song der Franzpopper Phoenix. Hach!
[Nachtrag // natürlich entfernt.]
Szenario 2020 – das mobile Internet
Es gibt Leute, die haben Spaß am Auto fahren. Andere fahren gerne mit dem Zug. Letzteres tun die wenigsten aus Beisterung an der Sache selbst. Wessen Keller keine raumfüllenden Modelleisenbahninstallationen beherbergt, den mögen die verschiedensten Gründe zu dieser Entscheidung bewogen haben: ob aus finanzieller oder ökologischer Hinsicht oder einfach, weil sie es in Ballungsgebieten leid geworden sind, jeden Abend ewig nach einem freien Parkplatz zu suchen.
Pendeln, ausschlaggebend
Früher habe ich morgens in der Bahn die Zeitung gelesen, abends auf dem Heimweg meistens ein Buch. Und die Lieblingsmusik ist nicht aus dem Autoradio, sondern dem Kopfhörer meines mp3-Players gekommen. Das hat sich mittlerweile geändert, aber die Tatsache, daß man sich während dem Bewegen von A nach B sinnvoll beschäftigen kann, die bleibt bestehen. Für andere mag das ein reiner Nebeneffekt sein, für mich persönlich stellt es eines der Hauptargumente zur Nutzung des Öffentlichen PersonenNahVerkehrs dar. Wenn man heutzutage nicht gerade in der ersten Klasse eines ICEs sitzt, dann hat der auf den Knien aufgeklappte Laptop noch die Anrüchigkeit des Wichtigtuerischen. Der Boom iPhones, G1 und handlicheren Eee-PCs ist dabei, diesem Vorurteil ein Ende zu bereiten. Die Zeiten sind gezählt, in denen man den Businesskasper an seinem klobigen Blackberry erkannt hat. Aber das weitgehend ortsungebundene Lebens- und Arbeitsmodell der Digitalen Bohème wird zumindest mittelfristig (noch) kein massentaugliches sein. Statt der Zeitung werde ich in Zukunft meine Nachrichten online lesen. Und warum sollte ich noch zusätzlich klobige Wälzer mit mir herumschleppen, wenn ich elektronisch auf ganze Bibliotheken zugreifen kann? Kindle ist erst der Anfang. Werden im Jahr 2009 noch Handys ohne integrierte Musikabspielmöglichkeit hergestellt? Welche Möglichkeiten wir in elf Jahren haben werden, daß vermag niemand sicher vorauszusagen. Aber eins ist sicher, sie werden alle in einem handlichen, mobilen Endgerät vereint sein.
“Wer Visionen hat, der soll den Bus nehmen."
Das hat Helmut Schmidt mal gesagt, oder so ähnlich. Lesen ist nicht jedermanns Sache, aber wer sollte sich noch mit so etwas Langweiligem wie der aktivem Teilnahme am Verkehr beschäftigen, wenn das Tor zur World (Wide Web) im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand liegt. Computerspiele, Web Irgendwas.0 oder was im Jahre 2020 auch immer der heiße Scheiß sein mag. Das gilt neben dem Pendeln natürlich besonders für Langstreckenreisen. Wer will sich einen von der Fluggesellschaft bestimmten Film ansehen? Es liegt an den Verkehrsbetrieben zu Lande, zu Wasser und in der Luft, diese Chance zu ergreifen, um den Kunden die Benutzung ihrer Transport so unkompliziert und angenehm wie wöglich zu machen. Von der Online-Buchung über die Fahrplanabfrage bis zur Zahlungsmöglichkeit. Es kann nicht sein, daß ich immer noch auf passendes Kleingeld angewiesen bin, um drei Stationen mit der U-Bahn zu fahren. Ich kenne niemanden, der die Geldkartenfunktion nutzt und soweit ich weiß, haben die (für mich relevanten) Kölner VerkehrsBetriebe das Projekt “Handyticket” wieder eingestellt. So wird das natürlich nichts. Und mit Herrn Mehdorn erst recht nicht. Barrierefreiheit und uneingeschränkter Internetzugang sind der Schlüssel. Der ÖPNV muß in die Gänge kommen.
Wir browsen los!
Zwar tauchen Autos in Microsofts beeindruckender Vision des Jahres 2019 noch am Rande auf (Video), aber keiner fährt sie mehr. Zuhause W-LAN zu haben, ist eine tolle Sache, aber das wirklich mobile Internet jedenfalls wird mehr sein als ein Latte Macchiato schlürfender Zeitvertreib im Café. Oder wenn man mit seinem Auto mal wieder im Stau steht. Das mobile Internet muß auch endlich mobil werden.
Investigativinvestition
Laut heise.de/ muß der britische Guardian Dokumente über das Verstecken von Gewinnen aus dem Web nehmen, weil Barclays-Bank “geistige Eigentumsrechte” darauf beansprucht. Der Einspruch gegen die einstweilige Verfügung ist ohne Erfolg geblieben.
…weil… Die Diskussion um den Freitag samt seinem Bemühen, Print und Online journalistisch unter einen Hut zu bekommen, geht weiter. Dazu passt auch die Meldung auf carta.info/ sehr gut, das ZDF beliefere keine Blogs mit ihrem Bildmaterial.
Wir bleiben beim Fernsehen: hier ein Artikel über Web-TV. (Wie falsch der Begriff selbst auch sein mag.)
Schickes Twitter-Tool. Schöne Photos. T-Schört Tscharts.
zeichen versetzen
Für so ein kleines bißchen Aufregung sorgt derzeit der Heidelberger Appell. Und zwar naturgemäß nicht, weil dort die altbekannten Argumente wiedergekäut werden, sondern weil sie diesmal von einer ganzen Reihe von Leuten unterschrieben worden sind, denen man etwas mehr zugetraut hätte, als Zensur und Urheberrecht in Zeiten des Internets gegeneinander ausspielen zu wollen. Mehr über Open Access findet sich hier. Auf perlentaucher.de/ zeichnet Matthias Spielmann vor allem die feuilletonistische Entwicklung von Roland Reuß nach.
Vor drei Tagen ist Einsendeschluß des Twitter-Lyrik-Wettbewerbs von literaturcafe.de/ und Books on Demand gewesen. Die offiziellen Sieger sind noch nicht gekürt worden, aber ich habe es von 283 Teilnehmern immerhin schon einmal in diese TopTen geschafft. Wie der Wettbewerb zur Poesie in 140 Zeichen (oder weniger) ausgeht, werde ich hier nachreichen.
Welcher Artikel?
Ich weiß nicht wirklich, was ich von diesem Artikel auf nzz.ch/ halten soll. Einerseits beschuldigen die Schweizer die deutschen Medien, den Forschungsbericht «Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt» des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen aufzubauschen und vor allem sehr selektiv darüber zu berichten, indem sie einzig die darin genannten alarmierenden (und direkt angezweifelten) Zahlen über die Verbreitung rechten Gedankenguts verbreiten. Das sei ja alles halb so schlimm, viel ärger stehe es um den Hauptpunkt des Berichts, die gewalttätigen Ausländerkinder. Dieses aufgrund des reflexhaften Antifaschismus' nicht ansprechen zu können, sei das größere, das echte Problem. Jetzt weiß ich doch, was ich von dem Text halten soll.
Das soll wohl provokativ sein, faz.net/? Hoffe ich, ist aber auch egal. Denn leider (?) kann ich Maxim Biller seit seiner Abrechnung mit Thomas Bernhard nicht mehr ernstnehmen. Und seine Glorifizierung Westdeutschlands vor 1989 grenzzaunt an Unzurechnungsfähigkeit. Und wo wir gerade schon bei Scheinheiligkeit sind: sueddeutsche.de/ berichtet über eine interessante Studie.
Der Freitag / Deutschland, Deine Söhne // Ich habe hier mal kommentiert.
Nachtrag zu Winnenden: Ich spiele nun keine Egoshooter, aber dreisechzig.net/ bringt auch meine Meinung zum Thema so ziemlich auf den Punkt.
word of mouth
Der Titel des Artikels spricht für sich selbst: Why Advertising Is Failing On The Internet - allerdings wird sich die Werbung verstehen anzupassen. Da Geld sitzt nicht mehr so locker wie früher, die goldenen Zeiten sind längst vorbei, aber es ist noch immer genug übrig, um damit ein paar Internetenthusiasten auf seine Seite zu ziehen. Advertising Is Changing On The Internet. So nicht: Scholz & Friends verkündet the return of Käpt’n Iglo, inklusive “Omega-3 Fischstäbchen” und “Chili-Panade”. Ahoi ist anders.
@albersmark hat ein paar “Fragen rund um moderne Nomaden und Selbstverwirklichung in der digitalen Ökonomie” gestellt und @jkleske hat darauf geantwortet. Gutes Interview zum Thema Arbeit, bin gespannt auf den zweiten Teil. Auch wenn ich den Kommentatoren recht geben muß in ihrer Einschätzung, daß dieses Arbeitsmodell nicht auf die Mehrheit der Bevölkerung anzuwendbar ist. Doch wird es sich in nächster Zeit massiv ausbreiten/aufschichten.
[caption id=“attachment_1301” align=“aligncenter” width=“218” caption=“die andere Krähe”]
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Der Polizeifunk in Deutschland ist ja auch eine ziemlich langweilige Angelegenheit, zumindest in Köln. Aber es funktioniert, wie ich jetzt bestätigen kann.
wie aus dem Ei geprellt
Schluß mit der albernen Umleitung Spielchen, ich verlinke dieses Blog hier jetzt direkt auf meinem Twitterprofil. Denn der Witz wird auch nicht besser, desto mainstreamiger Twitter wird.
Und es ist auch nicht viel besser, statt reißerisch über etwas zu berichten, sich genauso reißerisch über reißerische Berichterstattung aufzuregen. Das gilt natürlich besonders bei Ereignissen wie einem Amoklauf, die zwar eine große persönliche Tragödie darstellen können, deren echter Nachrichtenmehrwert für Unbeteiligte aber ungleich geringer ist. Es sei denn, man ist Journalist (der w&v).
Pelle, der iOberer
off-the-record.de/ weist darauf hin, daß man sich Scobel online bei 3sat ansehen könne. Ich bin kein Fan des Formatnamensgebers, aber die letzte Sendung zum New Journalism ist in der Tat eine gute gewesen. Noch ein Tipp: Meister Woody Allen himself schreibt auf newyorker.com/ über Bernie Madoff und Ponzi Schemes. Lesenswert!
[caption id=“attachment_1288” align=“aligncenter” width=“225” caption=“Elchtreffen D'dorf war auch noch”]
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Mal wieder neu in der Reihe ‘Sachen, die zusammen mehr Spaß machen, auch wenn Sie dafür nicht erfunden worden sind’: lesen. Seit schon etwas Längerem gibt es den Riesenmaschineableger lesemaschine.de, neu ist das Co-Reading-Event.
Punktlandung
Nein zu Buchstabenrechnungen!
Wenn ich ein wenig verrückter wäre, dann würde so mein nächstes (okay: erstes) Tattoo aussehen - gerade weil ich für so einen Scheiß eigentlich zu alt bin. Aber es gibt ja auch keine echten Neuigkeiten zum Thema "Werte". Also Markenwerte.
Das sieht auf anderen Gebieten schon ganz anders aus. Ich finde es ja immer gut, wenn der Vatikan seine Maske fallen läßt, dann zeigt er wenigstens sein wahres Gesicht. Aber daß ihm gerade das katholische Spanien in die Fresse rotzt, hätte ich nicht gedacht. Es will eine Millionen Kondome nach Afrika liefern, berichtet die nzz.ch/. Wir kriechen natürlich ob unseres deutschkollektiven Papstseins.
Kurzfilmtipp SIGNS: Eigentlich wollen wir doch alle ein happy end.
Noch paar Tipps per Links: c/o pop gibt Lebenszeichen. lesmads.de/ weisen auf Valentino - The Last Emperor hin. Der DJ ist noch gar nicht alt genug, sagt netzeitung.de.
1255 – Nummern Revue Nummern
Lego ist so ein dankbares Produkt, um dafür Werbung zu machen. Einige der besten Beispiele sieht man hier versammelt.
Selbstläufer hin oder her, man sollte für seine Marke auch etwas im Netz tun. Gerade wird auch wieder über Firmen und Twitter diskutiert (Kommentare). Kundenbindung ist wichtig, wenn das Produkt allein nicht überzeugt und mit Motion scheint das einfacher denn je zu sein, wie das folgende Video zeigt.
Und dann gibt es da noch diese schöne Präsentation zum Thema:
Paar Links, paar Links Werbung für Rauchwaren ist ja verboten. Ganz ohne Überleitung: Artikel auf stefan-niggemeier.de/. Leute streiten, weil Google sich mit Presseagenturen verbündet. Jetzt erst einmal Dropbox testen - hört sich ja fast zu gut an. Amir Kassaei gibt ein Interview.




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