buntgemischtes

Nicht nur im Job gilt: Sleep is for Sissies. Was tut man nicht alles, um die Arbeit nicht zu verlieren.

Meinungsforschung ist auch nicht mehr das, was sie zu sein vorgegeben hat. Dafür habe ich meine gute Tat für heute schon erledigt. Trotzdem hier noch eine Warnung.

Aber egal: Wir werden sowieso alle sterben! Als Trost noch zweimal DE:BUG, die Bibel als a) Social Network und b) Graphik.

allerleirauh

Gerade in der Papierausgabe der W&V über stream5.tv/ gelesen; vielleicht bringt das in Deutschland ja das Internetfernsehen ein wenig voran. Nur ein Hinweis, hat mit dem eigentlichen Thema dieses Blogeintrags wenig zu tun.

Rumpelnde Überleitung: der Fernsehsender arte hat mal eine Doku über Hugo Chávez ausgestrahlt (und ich bin zu dämlich, sie hier einzubinden, deshalb hier der Link).

The Revolution Will Not Be Televised

Angestoßen durch einen zugegebenermaßen einseitigen Kommentar von Lutz Herden auf der neuen Website des Freitags hat Sascha Lobo auf seinem Blog zum Rundumschlag gegen sämtliche Netzjounaillen ausgeholt, die gerne das linke Sprachrohr wären. In seinen Augen fallen sie alle durch, ob nun Spiegel, TAZ oder wer sonst.

bild-12 Selbst wenn man dem zustimmt (und allzuweit bin ich von seiner Position gar nicht entfernt), dann ist die harsche Kritik am Aufhänger trotzdem überzogen, wie ich finde. Klar, er läßt die Schattenseiten der Regierung Chávez außen vor. Doch es ist ja auch ein Kommentar und kein um Ausgewogenheit und Objektivität bemühter Artikel. Als wohlmeinender Leser gehe ich davon aus, daß Herden eher das zögerliche Verhalten der Regierung Merkel angesichts der Krise kritisiert und weniger an einer Verherrlichung der venezuelanischen Zustände interessiert ist. Nach dem Motto: Da wird zumindest irgendetwas anderes versucht, statt einfach den Status quo aufrechterhalten zu wollen. Einen zweiten Blogbeitrag habe ich auf meinem Freitagsblog allerdings auch noch nicht gepostet. Ebenso seit Tagen nicht mehr kommentiert, aber die Löschung meines dortigen Profils verlange ich jetzt auch nicht.

The Internet Revolution Did Not Take Place

Man muß sich die Entwicklung von freitag.de/ noch ein wenig länger anschauen, um nicht vorschnell zu urteilen. Und fast will es mir scheinen, als daß Lobo mit seiner Sehnsucht nach einem linken Leitmedium im Netz genau in die Falle getappt ist, vor der er selbst ständig warnt. In den unendlichen Weiten des Internets mit all seiner Zersplitterung wird es eine solche Sammelstelle auf Dauer nicht mehr geben. Nur noch kurzfristige Zusammenschlüsse für konkrete Einzelfälle, die dafür durchaus mit nie gekannter Schlagkraft. Alles andere ist ein Märchen.

bild von einem mann

Unter der Schlagzeile Jeder Mann kann klug aussehen gibt bild.de/ Modetipps für den modernen Mann. Ob der “Mix aus Nerd und Dandy – das ist der Bohème-Style” in der Zielgruppe so gut ankommt, ist zumindest fraglich. Mit Sätzen wie “Perfekt wird der Look mit einer Hornbrille, die gar nicht groß genug sein kann." kann der durchschnittliche BILD-Leser wohl eher wenig anfangen.

[caption id=“attachment_879” align=“aligncenter” width=“298” caption=“Facebook Captcha”]Facebook Captcha[/caption]

Nun denn, es ist ja bald Karneval. Jedenfalls endet der Artikel mit einem Appell, der eher nach Überredung als nach Überzeugung klingt. Aber wer weiß, wozu es gut ist. Die BILD setzt sich jedenfalls sonst äußerst selten für etwas weniger Zucht und Ordnung ein.

Nun sind Sie fertiggestylt, und was jetzt? Ab ins Café! Dort verbringen Sie den Tag, lesen Zeitung, treffen sich mit Gleichgesinnten und diskutieren über Gott und die Welt. Leben Sie Ihren neuen Style!

Was tut man wohl nicht alles, um damit vielleicht ein paar Frauen aufzureißen. Auch, wenn Misses mit solcher Ausstrahlung wahrscheinlich anders zu beeindrucken sind.

kosmopolen

infopost_klein

Erstes Festival der Kosmopolen nach der Gründung Ende letzten Jahres. Viel Erfolg!

VRSTCK

Nun ist es also endgültig soweit: Nach dem öffentlichen, offiziellen Ende des Dortmunder Clubs VRSTCK gibt es noch zwei Termine für die Freunde des Hauses, dann wird der Laden im Hoeschpark geschlossen. Hier das Line-up für die beiden allerletzten Veranstaltungen.

[caption id=“attachment_839” align=“aligncenter” width=“450” caption=“Einlaß nur mit Passwort”]Einlaß nur mit Passwort[/caption]

Seit meinem Wegzug aus dem Ruhrpott vor zwei Jahren bin ich nur noch selten dort gewesen. Aber die Parties haben immer Spaß gemacht. Erinnere mich da an eine ganz besonders. Den ganzen Abend Southern Comfort für lau und nach seinem DJ-set mit Jake The Rapper ordentlich an der Bar geschüttet und geschüttelt, hinter dem Tresen die beste Bedienung von Welt.

abgekartete spielerei, teil zwei

Zu Google Latitude ist ja schon jede Menge geschrieben worden, da muß ich mich nicht auch noch einreihen. Vor allem, weil ich den Service nicht nutzen werde. Google hat schon genug Daten von mir, sie brauchen nicht auch noch meine Handynummer und meinen genauen Aufenthaltsort. Den ungenauen könnten sie auch sowieso schon wissen, denn ich benutze brightkite.com/. Das wordpresseigene Platial ist mir auch zu umständlich, sowohl einzeln auf dem Handy als auch in Verbindung mit dem Blog. Da lasse ich vorerst auch die Finger von.

Da ist mir der unabhängige Anbieter bliin.com/ (Hinweis darauf von @mpeer) schon sympathischer, aber angemeldet habe ich mich da bisher auch nicht.

Schnitzeljagd im Cyberspace

In einem Beitrag über Location Based Games in der 3sat-Sendung Neues von letzter Woche bin ich über GPS Mission gestoßen. Hier wird ein wenig erklärt, worum es sich dabei handelt. Das Spiel selbst ist zwar noch nicht so ausgereift, aber das Prinzip, Computerspiele und die reale Welt miteinander zu verbinden, geht definitiv in die richtige Richtung. Nämlich nach oben.

Der Freitag

Habe ich mich jetzt (auch) angemeldet. Vielleicht lässt sich dort ja der ein oder andere Beitrag zweitverwerten. Allerdings müßte die Qualität hier natürlich ein bißchen steigen. Man kann die Anmeldung also als eine Art Motivation verstehen.

“Dann strengen Sie sich mal an, Herr S."

Die meisten Beiträge auf ANLEGENHEITEN sind doch (bis jetzt?) eher neben der Lohnarbeit so dahingerotzt. Die gelungeneren würde ich dann ebenfalls auf meinem FREITAG veröffentlichen. Zumindest denke ich mir das so. Dazu soll der Titel dort (ANGELESENHEITEN) möglicherweise mehr als nur Abwandlung meines Heimblogs sein; mehr als Wortfamilienwitz. Für irgendwas muß das Studium ja nützlich gewesen sein.

Germanistik mit Schwerpunkt Neuere Deutsche Literaturwissenschaft ist an der Universität mein Hauptfach gewesen. Ich habe gerne studiert. Aber die klassische Interpretation einzelner Werke hat mich nie wirklich interessiert, es sind eher die Metatheorien. Wenig Fragen sind unsinniger als das berühmt-berüchtigte “Was will uns der Autor damit sagen?" Allgemeingültige Aussagen über künstlerische Texte sind (zumindest für mich) irrelevant. Wichtig ist, was bei mir ankommt.

Subjektivität is king. Hermeneutik sucks.

Das kann bei jedem Leser etwas anderes sein. Was nicht heißt, daß nicht trotzdem über Literatur diskutiert, sich über Belletristik ausgetauscht werden kann. Auf die Schnittmenge kommt es an. Was das genau für meinen FREITAGsblog bzw. die neue Kategorie (tbn) hier heißt, weiß ich noch nicht genau. Vielleicht einen (Ausschnitt aus einem) literarischen Text zitieren und ihn in einen anderen, sozusagen unAUTORisierten Zusammenhang stellen - je aktueller, desto besser. Also zu quillp.com/. Als ob die Anmeldung bei einer weiteren Community wenn schon keine Lösung, so doch wenigstens eine Erleichterung wäre. Man ist halt auch als Atheist nicht vor Irrglauben und falschen Hoffnungen befreit.

Das Blog und die Pflicht: Holtzbrinck macht zoomer.de/ nach nur einem Jahr dicht.

Literarische Werbepause

Gefällt mir. Über die Qualität der vorgetragenen Werbegedichte läßt sich natürlich streiten. Und ich stelle hier bestimmt keine Kosten/Nutzen-Rechnung an. Aber allein des Kontrabasszupfers wegen hat sich die Aktion gelohnt.

Und weil ich pflichtschuldigst zu fast allem meinen ungefragten SeMf dazugebe, obwohl Dutzende vor mir schon exakt dasselbe getan haben: Ja, die Einblendung von Titel und Bewertung bei eingebetteten YouTube-Videos ist unschön.

abgekartete spielerei, teil eins

In Cem Basmans Blog Sprechblase bin ich auf folgendes Projekt aufmerksam geworden:

[caption id=“attachment_788” align=“alignleft” width=“287” caption=“Ausschnitt Rheinland”]Ausschnitt Rheinland[/caption]Die Blogkarte Diese Karte hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele deutsche Blogs zu verorten. Und ist bei der Erreichung dieses Ziels wohl ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Der Macher hat einfach die Impressen diverser Weblogs (natürlich der bekannteren) geplündert, um mit den Wohnortangaben der jeweiligen Autoren seine Gadgetkarte zu füttern. Erst nachdem diese eingetragen worden sind, hat er sich bei den entsprechenden Bloggern gemeldet und sie darüber in Kenntnis gesetzt. Nicht gerade die feine Englische, wie ich finde. Aber ob dieser unglückliche Start einen davon abhält, sein eigenes Blog dort zu platzieren, muß jeder selbst entscheiden.

Der Blogger als öffentliche Person

Cem findet die Aktion unfein, aber letztlich doch irgendwie okay. Kann man so sehen - und ich bin geneigt, mich dieser Sichtweise anzuschließen. Ich kann allerdings auch vollkommen verstehen, wenn man sich darüber so aufregt wie Don Alphonso an seiner blogbar.de/. Im Kern geht es dabei um die bereits erwähnte Nutzung der Impressumsangaben, wobei dieser Punkt trotz der eher schwammigen Rechtslage für mich nicht der interessanteste ist. Hier ist die Lage trotzdem recht klar, wen es mehr interessiert: Dieser Artikel auf heise.de/ ist zwar fast schon zwei Jahre alt, aber die darin ausgeführten Bestimmungen zur Impressumspflicht vom 01. März 2007 haben wohl immer noch Geltung. So ein “Blogeintrag” in einer Karte ist einfach etwas anderes als ein Eintrag im Telephonbuch. Und ich meine mich - der Besitz eines Festnetzanschlusses meinerseits ist Jahre her - zu erinnern, daß selbst die in solchen Dingen (siehe Spitzelaffäre) nicht zimperliche Telekom bei der Anmeldung eines Anschlusses im entsprechenden Formular nachgefragt hat, ob und mit welchen Informationen man im Nummernverzeichnis gelistet werden möchte.

Und überhaupt hinkt jeder Vergleich - meistens hinterher

Viel mehr ist es ein von Don Alphonso fallengelassener Nebensatz, der meine Aufmerksamkeit erregt hat. In abgewandelter Form kreisen auch einige der Kommentare zu seinem Artikel um das Thema.

Manchmal könnte ich kotzen bei der dummdreisten Technikbegeisterung mancher Typen, bei denen man den Eindruck hat, dass sie sowas ohnehin vor allem zur Promo ihres Blogs machen.

“Even good news are bad news.” - Auch wenn ich bezweifle, daß der Kartenmacher die quer durch durch die Blogosphäre rauschende Aufrege bewußt als PR eingeplant hat, Tatsache wird sein, selbst diese ablehnende Haltung hat ihm eine Aufmerksamkeit verschafft, die er auf anderem Wege niemals erreicht hätte. Ob diese pauken- und trompetenschlagende Kurzfristigkeit aber dem langfristigen Erfolg schadet oder nutzt, wird - wie immer - die Zukunft zeigen. Ich kenne mich auch nicht so gut mit den Seilschaften (Gibt es da mittlerweile eigentlich einen Link-related 2.0Begriff für?) in der deutschen Bloglandschaft aus, um hier eine Prognose zu wagen. Aber ist das der Punkt, wenn das Projekt Blogkarte eine, wie vom Macher behauptet, unkommerzielle Hobbybastelei ist/bleibt?

Puh, das ist jetzt etwas lang geworden. Eigentlich wollte ich hier noch ein paar Gedanken zu Google Latitude et al. anfügen, aber das verschiebe ich mal auf einen späteren Eintrag in den nächsten Tagen.

what a whiz

Gerade in einem Artikel bei meedia.de/ auf folgende Werbung gestoßen:

bild-11

Um’s kurz zu machen: Ich kotze.

Und der Vollständigkeit halber: Ein Klick auf die Werbung führt hierhin. Über die im meedia-Artikel (eigentlich nur Wiedergabe von Spiegel- und FAZ-Kritiken) berichtete Sendung Bauerfeind möchte ich mir gerne ein eigenes Bild machen. Damit muß ich jetzt allerdings einen Monat warten.

angepisst

Ad Guys

Barats & Bereta Productions nehmen die Werbebranche auf die Schippe. Sie sind damit wahrlich nicht die ersten, aber trotzdem ganz witzig. Hier ist Teil eins:

Teil zwei: Ad Guys Episode 2 - barats and bereta

Teil drei: Ad Guys Episode 3 - barats and bereta

Mal schauen, ob und wie es weitergeht. Bin so mittelmäßig gespannt. Würde viel lieber Mad Men gucken, aber da ich die Serie nicht bei iTunes kaufen kann und auch keine Website finde, von der aus ich sie mir hier in Deutschland ansehen kann…

Irgendwie Bloggerpflicht: Da war/ist was mit Bahn-Mehdorn.

nützlich, praktisch - wieder vergessen

So geht es zumindest mir. Deshalb hier mal ein Eintrag, der in erster Linie mir als Denkstütze und Merkhilfe dienen soll. Aber vielleicht kennen die Leser ja auch nicht alles.

bild-1Falls der Anfang eines Videos nicht interessiert, kann man dem dazugehörigen Link ein paar Zeichen anhängen, schon startet es erst an der gewünschten Stelle. Zur Veranschaulichung ein Beispiel: Wenn man also dem Link http://de.youtube.com/watch?v=q54LJ5RsqRw noch ein #t=1m33s hinzufügt, dann startet der Clip erst bei timecode 1 Minute und 33 Sekunden, wie man nach einem Klick hier sehen kann.

Das habe ich irgendwann schonmal gewußt und dann wieder vergessen. Zum Glück habe ich mich heute daran erinnert, es vergessen zu haben. Beim googlen bin dann auf folgenden Artikel gestoßen, der auch noch einige andere YouTube-Kniffe erklärt.

bild-2Die Adressen von googlemail haben einen tollen Zusatznutzen. Wie ich hier wiedergefunden habe, kann man sich mit einem einfachen “+” Extraadressen für dasselbe Postfach einrichten. Dazu gibt es noch ein paar andere Tipps wie das Firefox-AdOn. Und hier noch mehr.

Und falls man mal binär (de)codieren muß/will, dann hilft einem diese Seite. Der Eintrag wird dann und wann ergänzt werden - wenn ich es nicht vergesse.

Super Bowl Ads 2009

Die Werbespots, die den diesjährigen NFL Super Bowl unterbrochen haben, sind im Durchschnitt jetzt nicht die Überflieger gewesen. Hier eine Auswahl.

(entfernt)

Die Platzierung der Commercials haben sich die Unternehmen einiges kosten lassen. Dieses Jahr ist die Rekordsumme von 206.000.000 $ an die ausstrahlenden TV-Sender überwiesen worden..

Ach ja, den Super Bowl gewonnen haben übrigens die Pittsburgh Steelers.

Start der Serie: flowcharts

Mal wieder über Twitter auf ein großartiges Flowchart aufmerksam geworden. Ich weiß, es ist hier etwas verzerrt. Um es besser zu lesen, einfach auf das Bild klicken (vergrößern), dann gelangt Ihr zur Quelle.

Mich würde interessieren, ob das nur Treckies witzig finden. Oder die gerade nicht. Aber kennen muß man den Kram natürlich schon. Oder?

clonventions

spreeblick.com/ hat die ersten großen Namen der re:publica ‘09 annonciert. Mein Ticket habe ich ja schon. Nach dem durchweg positiven designcamp cologne jetzt also mal direkt gleich ein paar Nummern größer. Hier die offizielle Website der Veranstaltung. Ich bin echt gespannt.

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Da wird ein anderes Camp wohl leider auf der Strecke bleiben: Ich kann nicht ein paar Tage vorher auch noch zum barcamp ruhr 2. Schade eigentlich. Das hätte man terminlich besser legen können. Aber wer weiß, vielleicht mache ich es am Ende ja doch. Bin noch nie der große Planer gewesen.

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Ach ja, die Erwähnung scheint Bloggerpflicht zu sein: Heute war irgendwas mit Google.

nachtrag // 05.02.09 Gestern hat @CemB auch noch das MicroBlogging Conference ‘09 Summercamp angekündigt. Und weil es in meiner Heimatstadt Köln stattfindet, werde ich wohl unbedingt dabeisein müssen. Ihr könnt Euch also auf demnächst noch ein Banner in der Sidebar gefasst machen.

it's the movies

Anläßlich der gerade von mir entdeckten “Film”-Bilder von Justin Reed schreibe ich einfach mal ein bißchen zu meinen cineastischen Vorlieben.

David Fincher hatte vor einigen Jahren eine Hochphase, in der er alles richtig zu machen schien. Neben dem hier abgebildeten Fight Club gehört auch Sieben in diese Kategorie. Leider läßt er nun nach, Panic Room und Zodiac kommen jedenfalls nicht über ein “ganz nett” hinaus. Ich bin also gespannt auf seine dritte Zusammenarbeit mit Brad Pitt: Der seltsame Fall des Benjamin Button.

Cineasteninitiation / Pulp Fiction hat mich damals echt umgehauen. Ich habe den Film Anfang der Neunziger als Teenager im Kino meines Heimatstädtchens geguckt und muß sagen, danach habe ich Filme mit anderen Augen gesehen. Kill Bill ist aber nicht so meins, dafür kenne ich einfach schon zuviele Eastern, bei denen Tarantino geklaut hat. Das Double-Feature Grindhouse finde ich da deutlich gelungener.

Daniel Day Lewis hat für There Will Be Blood zurecht den Oscar abgeräumt. Ich habe dem Film einige Academy Awards mehr gewünscht. Paul Thomas Anderson ist ein großartiger Regisseur, man denke nur an Boogie Nights und Magnolia.

Ich habe auch eine Vorliebe für den Italo-Western, aber das würde für einen Eintrag zu weit führen. Die zeitgenössischen Amis sollen erst einmal reichen. In der hier vorgestellten Reihe fehlt definitiv Darren Aronofsky, aber auch nur, weil Reed dazu kein Bild hat. Aber guckt Euch die oben verlinkte Website ruhig mal an.

in wellen

Twitter // Ich suche schon gar keine Entschuldigung oder Erklärung mehr. Also schon länger nicht mehr für’s Twittern, jetzt noch nicht einmal mehr für’s Bloggen über’s Twittern. (Zum Lehrgang “akzentfreies Apostrophieren” bitte hier entlang.) Hier also der neuste Streich vom meistverfolgten Deutschtwitterer Sascha Lobo:

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Dazu der Artikel auf seinem erst jüngst gestarteten Eigenblog saschalobo.com/. Die Häme ist natürlich groß, wie man nur in den Kommentaren nachzulesen braucht. Einen spitzen Kommentar konnte auch ich mir nicht verkneifen. Aber auch wenn viele Reaktionen an den Spruch “Ich weiß, daß Werbung mich beeinflussen will." erinnern, der Wirkung der Aktion wird das wenig Abbruch tun. Was für toll aufgeklärt ironische Konsumenten wir doch sind!

Die Clevereren haben erkannt, daß die ganze Sache in erster Linie dem Urheber selbst nutzen wird. Nur fragt man sich, wo der Sinn für die Teilnehmer dabei ist, sollte es eine Institution werden. Am Ende folgt jeder jedem und Twitterdeutschland ist ein einziges Rauschen. Manche behaupten ja jetzt schon, die Geschwätzigkeit wäre das Hauptmerkmal des Microbloggingdienstes, nur unterbrochen von Newslawinen zu etwa #Mumbai oder der Notwasserung eines Flugzeugs auf dem Hudson River. Ich komme jetzt schon bei meinen 130 Verfolgten kaum nach, ohne die Arbeit zu vernachlässigen.

Und wenn gerade keine weltbewegenden Ereignisse zur Hand sind, dann treibt die Twittergemeinde (Religion, böse) ihre eigene Kuh durch’s Dorf - garantiert unheilig. Hier eine Auswahl: #twittop10 #twitternwiebeimuttern #tweatles #movietwitter

Das alles ist kurzweilig und mal mehr, mal weniger unterhaltsam. Meistens aber interessanter als sueddeutsche.de/ von vorgestern. Für mich ist Twitter in erster Linie Spaß und Ablenkung, mitnichten eine Revolution. Aber wer weiß, wie das im später rückblickend beurteilt wird…