"Akustische Markenführung" my ass!
Die meisten von Euch erinnern sich wahrscheinlich noch an die schrägen BiFi-Spots, sind mittlerweile auch schon ein paar Jährchen alt. Anfang des Jahrtausends hat die Londoner Agentur Bartle Bogle Hegarty damit den Versuch unternommen, der Marke ein frecheres Image angedeihen zu lassen. Hat wohl irgendwie nicht wirklich geklappt; zwar ist rund um die Mitarbeiter der Firma ZOMTEC hier und da mal das Wort “Kult” in den Mund genommen worden (und man hat es wahrlich schon in unpassenderen Momenten gehört), auf das beworbene Produkt BiFi hat dieser Funke aber wohl nicht so recht überspringen wollen. Nunja, jetzt hat man Bastian Schweinsteiger als Testimonial…
Darum soll es hier auch gar nicht gehen. Ich möchte Eure Aufmerksamkeit auf ein kleines Detail lenken, daß mir gestern - ich weiß nicht, warum - plötzlich aus heiterem Himmel eingefallen ist. Nicht aufgefallen, denn ich habe nur an die Spots gedacht und sie mir erst später angesehen. Noch bevor jede Marke plötzlich ein Soundlogo als Abbinder für ihre Werbespots gebraucht hat, da hat das gesungene “Zomtec!” diesen Trend bereits in vorweggenommener Weise verarscht. Find ich gut.
root ski
Ich finde Peter Richters Artikel Die Neophilister auf faz.net/ ziemlich gut. Okay, wenn er nicht unterschlägt, dann verharmlost er die Rolle der unter dem Prädikat Kulturpessimisten subsummierten Stimmen. Als ob die klassischen Verlagsvertreter nur nörgelnd danebenstehen würden - im Gegenteil: sie leisten ganze Lobbyarbeit, um für sie, nicht den Konsumenten, das Beste dabei herauszuholen. Daß es dem aber gar nicht auffällt, weil er eben nicht zur Avantgarde, sondern zum Mainstream gehört, läßt die Protagonisten des Fortschritts leider ziemlich dumm dastehen. Richter hat entweder also oder trotzdem ein Problem: Bei aller Häme bleibt die von ihm kritisierte Internetkolumne mit dem schönen Titel Standardsituationen der Technologiekritik von Kathrin Passig immer noch wahr. In diesem Zusammenhang interessant ist das Interview zum Leistungsschutzrecht auf carta.info/.
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Ich muß allerdings zugeben, daß das mit meinen reinen RL-Freundschaften vor dem social turn im Netz auch nicht anders gewesen ist. Ich habe in Bochum gewohnt und studiert. Die Uni ist groß genug, um ein paar interessante Leute zu treffen und die Stadt klein genug, um diese Leute auch wiederzutreffen. Da hat sich sowas wie Kontakthaltung (für mich) einfach erledigt. Wenn man genug vom Alleinsein hatte, dann mußte man tagsüber nur in die Cafeteria oder abends die wenigen üblichen Kneipen abklappern, Parties haben sich schon Tage, manchmal Wochen vorher rumgesprochen.
Ich habe damals genausowenig telephoniert wie heute. Nur hatte ich kein Internet zuhause, sondern mußte weit entfernt lebenden Bekannten eMails schreiben, die ich von der ständig überfüllten Rechnerinsel in der UB abgeschickt habe - nicht allzu häufig, wie sich denken läßt. Wer zu dieser Zeit aus Bochum weggezogen ist, der hat sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (für ein paar Jahre) aus meinem Leben verabschiedet. Aus den Augen, aus dem Sinn. Aber damals wollte ich auch noch nach meinem Studium beruflich in einem Auktionshaus für den Ankauf der Briefe berühmter Personen zuständig sein. Diesen Voyeurismus kann man heutzutage im Netz ausleben. Aber die Existenz eines Traumjobs bestreite ich bis zu diesem Moment.
Note to self: Dafür habe ich dank @sillium wieder was gelernt. #plenken
rampenreste
Es geht mal wieder um Reklame. Und was das alles mit Privatsphäre zu tun hat. Oder warum der Begriff Guerrilla-Taktik wörtlich zu nehmen ist. Anlaß für mich, mal wieder über meine Zunft und darüber nachzudenken, wie sie mit ihren Opfern umgeht, ist dieser Artikel über checkdisout.com/ auf spreeblick.com/ gewesen. Und wenn man sich die Videos der Podiumsdiskussion anschaut, kann man sogar sehen (und hören), was für ein Unsympath Guido Heffels ist. Wie man sich im Netz beliebt macht, daß hat der rote Irokese mit seiner Gegenrede zu Schirrmachers Payback gezeigt.
Erklären wir ihnen, dass der Unterschied zwischen der Veröffentlichung der eigenen Daten und der staatlichen Überwachung der gleiche ist wie der Unterschied zwischen "sich im Klo einschließen" und "im Klo eingeschlossen werden".Natürlich kennt jeder den Artikel, aber ich zitiere ihn wahrscheinlich auch nur deshalb von Seite 2, um zu zeigen, daß ich ihn zuende gelesen habe. Solltest Du auch, er wird nämlich nach dem Klick zum Ende hin besser. Need a drink? Dann kämst Du wenigstens mal vom Rechner los (Flowchart).
Nochmal Werbung: Heute Abend Das Haus in drei Radios.
angeschlepptopt
treff.bundeswehr.de/ - ohne Worte
bewegtes Pixelfleisch
OMG!
In Auf die Hose ist geschissen - aber die Jacke.
nerdfilms.tv/
Malermeister
Zitat
verpflockt
Hinterher, also hinken. Die anderen. Ich bin nur ein unverbesserliches Kind, daß weder den Schirrmacher auf spiegel.de/ gelesen hat, noch dieses scheinbar darauf (bzw. das Buch, also Payback, das ich nochnoch viel weniger lesen werde) antwortende Interview mit Peter Kruse auf sueddeutsche.de/. Doch weil man am Ende ja doch meint, dochdochdoch, genau meint, zu allem eine Meinung zu haben, habe ich die Fakten also mal grobdreist übersprungen, um mich zweidrei Tage später wenn es niemanden mehr interessiert mit etwas Abundanstand und aus Faulheit noch einem Wochenende später der Angelegenheit noch doch zu widmen.
Und was ist dabei herausgekommen? Daß mir Schirrmachers Rückzahlung nicht liegen wird, ist wohl keine Meldung wert, aber solange spiegel.de/ selbst so einen Widerspruch hinbekommt, während das in der Blogosphäre stellvertretend so aussieht, solange ist “long way to go” eine herbe Übertreibung. Tribe, genau. Stammeszugehörigkeit, Abgrenzungswasauchimmer. Was für ein Zauber entfaltet da eigentlich seine Wirkung, wenn man dreimal “Totholz” in den Webwald gerufen hat?
Lasst uns andererseits über Solidarität reden, große Verwirrung, Macht. Und auch, wenn man SpOn sicherlich nicht für den letzten Weisheitsschluß hält, Bezahlinhalte sind es noch viel weniger. Don Alphonso ist - zumindest in seiner hausrechtseigenen Blogbar - nicht gerade für seine spitze Feder bekannt; ohne seine holzhammerhaften Rundumschläge wäre es ihm auch kaum möglich, immer wieder den Nagel auf den Kopf zu treffen. Who cares?
Da kann der zoomer-Wickert mal die Klappe halten, dafür gibt es woanders einen besseren Platz. Wo “locations” doch der missing link between social networks and the real world sind. Ich jedenfalls würde gerne da (als Tipp für die Berliner) hin.
Karte für die re:publica ‘10
blubaju, wa
Hier sind ja im ersten Absatz alle Links vorhanden, da muß ich die nicht mehr mühsam zusammenklauben. Danke dafür! Und René hat dazu sogar schon eine Antwort getwittert, die ich so unterschreiben kann. Wer weiß, vielleicht lege ich demnächst sogar eine Kategorie namens “Der schnöde Text” an.
mind the
Clay Shirky mit gewohnt eloquenter Provokanz (oder umgekehrt) über die Analogie von Prohibition und Copyright. Man wird kaum oder nur mit sehr großen Anstrengungen gegen das allgemeine Nutzerverhalten ankommen. Das Verhältnis von Link und Content wird sich kaum wieder umkehren lassen; weil es das Wesen des Netzes ist. Trotzdem nett, sich die Situation mal andersrum vorzustellen.
Was ich definitiv nicht brauche: Listencharts. Und lasst die Werbefinger von Weihnachten. #proGAP
Bildchen
Irgendwann während des Ausprobierens verschiedenster Twitter-Apps für das iPhone verlor ich den Faden. Je nach Moble Client benutzte ich neben twitpic eben yfrog oder was sonst so an Diensten voreingestellt war. Und es war mir nicht besonders wichtig, handelte es sich doch bloß um Schnappschüße, die alles andere als für die Ewigkeit waren. Mittlerweile bei Tweetie 2 angekommen, hat mir gestern erst dieser Tweet vor Augen geführt, daß es mindestens genauso oft eines neuen Angebots bedarf, um sich einer existierenden Nachfrage gewahr zu werden.
Seitdem benutze ich also gdzl.la/ als Image Hoster, um meine Bilder nicht irgendwo verschwinden zu lassen, sondern per Tweet in einem eigens angelegten Album bei flickr einstellen zu können. So bleiben sie ohne Mehraufwand doch etwas mehr auf meinem (Bild)Schirm. Aber welchen Service man auch benutzt, auch ohne Rollfeld hat sich für das Tweeten mit Bildanhang wohl die Bezeichnung “twitpicen” durchgesetzt - wie bei Pampers, Tempo, etc. flickr4twitter schlägt in dieselbe Kerbe, aber ich habe es nicht ausprobiert; der Dienst befindet sich gerade erst am Anfang. Und ich wäre sofort bereit zu wechseln, wenn er neben Photos auch Videos unterstützte - dafür benutze ich nämlich (noch) twitvid. Oder sollten die statt auf meinem flickr-Account lieber in meinem YouTube-Channel landen?
Als Fan von location based social services findet man hier eine nette Übersicht. Ich muß leider zustimmen, daß sich mein bisheriger Favorit brightkite nach dem letzten Update nicht verbessert hat, sondern eher unbenutzbarer geworden ist. So steht bei mir derzeit auch gowalla höher im Kurs als foursquare. (Ja, die müssen alle klein geschrieben werden.) Wohl der Grund, warum ich bislang von Google Latitude die Finger gelassen habe; könnte sich aber jetzt ändern.
Fast ganz weltexklusiv: [soundcloud width=“100%” height=“80” params=“g=wi&player_type=null” url=“http://soundcloud.com/spex/deichkind-die-toco-die-in-the-name-of-bjoern”]Deichkind - Die Toco Die (In the Name of Bjoern) by spex
There's a new sidekick in town
Mein Blog wird übrigens am häufigsten mit dem Suchbegriff “Calvin und Hobbes” gefunden. Dabei hatte ich als Kind gar keinen imaginären Freund. Und Ihr so?
[caption id="" align=“aligncenter” width=“489” caption=“Calvin and Tyler Durden”]
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Nachtrag / Ein paar Tage später liefert Nerdcore den Hintergrund aus genau der anderen Richtung. Die These, Fight Club sei nichts weiter als eine Erwachsenenversion von Calvin & Hobbes, stammt von Galvin P. Chow und datiert aus dem Jahr 2001.
Formgebung
Wo doch gerade vielalle anderen ♥ im ☮ verteilen, da muß ich doch unbedingt wieder einen auf Querulant machen. Typisch ☒.
(via)







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